Was ist ein TinyHouse?

Tiny Living

Was ist ein TinyHouse?

17. September 2019 Tiny House 0
Was braucht man wirklich zum Wohnen?

Die TinyHouse-Bewegung schwappte, wie so viele Trends, aus den USA in unsere Breiten. Sie begann als Gegenbewegung zum Bau immer größerer Immobilien als Statussymbol. Genaue Definition gibt es weder zur Größe, noch zur Bauweise. Vom umgebauten Bauwagen bis zu Designerhäusern von Architekten ist alles dabei. Wenig überraschend: Auch das TinyHouse eignet sich als Statussymbol.

Inzwischen wird die Bewegung bei uns auch mit dem Umweltschutzgedanken verknüpft. Weniger Wohnfläche reduziert fast automatisch den ökologischen Fußabdruck. Es schärft auf jeden Fall den Blick für’s Wesentliche. Das Leben auf ganz kleiner Fläche ist ein reizvolles Experiment für mich. In den letzten zwei Jahren habe ich festgestellt, wie erleichternd es ist, sich von „Sachen“ zu trennen. Das letzte Jahr verbrachte ich im (davor und jetzt wieder) leer stehenden Haus meiner verstorbenen Großeltern. 140qm vollständig unterkellert, so war es von Anfang an für 2 Personen gebaut. Damals war es für mich normal. Im vergangenen Jahr war mir das Haus einfach nur zu groß und ich fing an, mir Gedanken darüber zu machen, wieviel Platz ich tatsächlich brauche.

Was braucht man wirklich zum Wohnen?

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

Meine Umsetzung eines TinyHouse ist ein Wohnwagen

Sollte ich in den kommenden zwei Jahren feststellen, dass ich doch wieder mehr Platz möchte, dann ist es von Vorteil, wenn die Anschaffungskosten überschaubar bleiben und ein Wiederverkauf ohne großem Verlust möglich ist. Ich habe mich also für einen Wohnwagen mit ca. 20qm Wohnfläche entschieden. Folgende Vorteile sehe ich bis jetzt:

• Der Wohnwagen ist vollmöbliert, hat durchdachte Stauräume und Heizsystem.
• Er ist per Definition mobil, allfällige Sondergenehmigungsverfahren für den Transport erübrigen sich.
• Als Stellplatz eignet sich ein Dauercampingplatz. Wohnwagen geht da immer, TinyHouse nicht unbedingt.
• Bei Wiederverkauf gibt es eine klar definierte Zielgruppe, größer als die für TinyHouses.
• Die Anschaffungskosten sind absolut überschaubar.

Als Nachteil mag man sehen, dass es nicht so schick ist, wie ein Designerhaus. Damit kann ich gerade ganz gut umgehen. Wenn ich bei TinyLiving bleibe, dann kann ich im Wohnwagen kostengünstig meine Erfahrungen sammeln. Bevor ich also weiter darüber nachdenke, wie es sein könnte, in einem TinyHouse zu leben, tu ich es nun einfach. Projektiert ist es, angelehnt an Thoreau, für zwei Jahre. Das erste Jahr zum Erfahrungen sammeln, das zweite zum Erfahrungen umsetzen. Wie es weiter geht? Könnt ihr hier mitlesen!

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